2.3 Psychologische, pädagogische sowie kommunikationstheoretische Grundlagen (Vertiefung: Entwicklungspsychologie, Aufbau und Entwicklung der menschlichen Psyche aus psychodynamischer Sicht, Entstehung psychischer Erkrankungen und psychosomatischer Symptomatiken, Bedeutung psychiatrischer Diagnosen und psychodynamischer Diagnostik, Gefahren der Re-Traumatisierungen, Abgrenzung Beratung und Psychotherapie in Beziehungsprozessen)

Inhalt und Ziel des Moduls: Im Rahmen dieses Moduls sollen den TeilnehmerInnen die Grundlagen der allgemeinen Psychologie, der Pädagogik und der Kommunikationstheorie näher gebracht werden. Primär werden hierbei die Thematiken Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken, Lernen, Motivation, Emotion hinsichtlich der psychischen Funktionen, die allen Menschen gemein sind, behandeln. Die der allgemeinen Psychologie immanenten Fragestellungen bezüglich grundlegender und allgemeiner gültiger Aussagen hinsichtlich Regelmäßigkeiten beziehungsweise Zusammenhänge im menschlichen Verhalten und Erleben dienen gleichsam in diesem Modul als Bezugsrahmen um psychosoziales Handeln sowohl auf theoretischer, wie aber auf praxisnaher Basis zu reflektieren. Die vermittelten Grundlagen der Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen, auch im Kontext wichtiger Forschungsfelder, Methoden und Theorien, sollen von den TeilnehmerInnen in ihrer wissenschaftlichen und praktischen Bedeutung eingeschätzt beziehungsweise das erlangte Wissen infolge auf die Planung und Durchführung psychosozialer Interventionen übertragen werden können. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung mit der allgemeinen Psychologie soll es den TeilnehmerInnen auch möglich werden sich zunehmend mit den dynamischen, sich entwickelnden Aspekten der menschlichen Psyche auseinanderzusetzen. Dementsprechend wird entwicklungspsychologischen Theorien im Rahmen dieses Moduls ein großer Stellenwert eingeräumt. Ausgehend von der Fragestellung ob und wie weit psychische Eigenschaften lebenslang veränderbar sind, also zwischen einem Konzept der begrenzten sensiblen Phase auf der einen und einem Konzept lebenslanger Plastizität auf der anderen Seite. Grundlage dieses Modulteils sind die Beschreibung und Erklärung zeitlich überdauernder, aufeinander aufbauender Veränderungen menschlichen Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne. Beginnend bei der pränatalen Entwicklung des Menschen soll hierbei auf Theorien und Grundbegriffe der Entwicklung in der frühen Kindheit (kognitive, körperliche und sozial-emotionale Entwicklung), der psychosexuellen Entwicklung, der Persönlichkeits-, Selbstkonzept-, Identitäts- und soziale Entwicklung bis hin zu entwicklungspsychologischen Aspekten am Lebensende eingegangen werden. Ziel ist es den TeilnehmerInnen zu ermöglichen zum einen die Komplexität der psychischen Entwicklung zu erfassen. Zum anderen sollen die TeilnehmerInnen dabei lernen, dass entwicklungspsychologisches Verstehen nicht nur im Kontext psychischer Erkrankung gedacht werden muss. Zusätzlich wird in diesem Modul auf die frühe Eltern-Kind-Interaktion und die Bedeutung der Bindung eingegangen. Die Bindungstheorie soll dabei hinsichtlich der unterschiedlichen psychologischen Richtungen (der Psychoanalyse, der kognitiven Psychologie, usw.) thematisiert und diskutiert werden. Infolge sollen die TeilnehmerInnen in der Lage sein die erlangten Kenntnisse für die Planung und Durchführung von psychosozialen Interventionen nutzen zu können.

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