Dieser Intensiv Diplom-Lehrgang richtet sich an Personen, die in psycho-sozialen Bereichen tätig sind, beziehungsweise an Menschen, die ein generelles Interesse an bindungs- und erziehungsbezogenen Thematiken haben.

Inhalt und Ziel des Intensiv-Lehrgangs: Ziel des Lehrgangs ist die Vermittlung der Grundlagen der Bindungstheorie, also der Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und der Bindungsforschung, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Ihr Gegenstand und damit zugleich jener der Bindungsforschung ist der Aufbau und die Veränderung enger Beziehungen im Laufe des Lebens. Die Bindungstheorie basiert auf einer Sichtweise der frühen Mutter-Kind-Beziehung, die sich auf die emotionalen Bedürfnisse des Kindes konzentriert. Durch die theoretische und praxisnahe Auseinandersetzung mit hierbei relevanten Themenbereichen (Eltern-Kind-Interaktion, Bindungsverhalten, Feinfühligkeit, Bindungstypen, Selbstregulation, Selbstpsychologie, Objektbeziehungstheorie, Konzept der Mentalisierung usw.) sollen die TeilnehmerInnen in der Lage sein die erlangten Kenntnisse mit eigenen reflektierten Erfahrungen zu verknüpfen und an Mütter, Vätern und Kindern im Rahmen von Beratungs- oder Mentoring-Prozessen weiterzugeben.

Darauf aufbauend soll es den TeilnehmerInnen möglich werden die Grundlagen der bindungstheoretischen Aspekte sowohl in der Praxis, wie aber auch anhand der jeweils eigenen Bindungserfahrungen näher zu bringen. Dazu dienen Fallbeispiele, Rollenspiele, freier Gedankenaustausch usw.

Infolge werden die erarbeiteten Erkenntnisse in Kontext zu Erziehung und Pädagogik gesetzt. Historische Veränderungen führten im Laufe der Zeit nicht nur zu einem sozialen und gesellschaftlichen Wandel (Werte, Normen, usw.), sondern auch zu Änderungen hinsichtlich der Gegebenheiten, Anforderungen und Bedürfnisse für Kinder und Erwachsene. Neue Medien, Antiautoritäre Erziehung, Streben nach dem Optimalen, Ängste, die heutige Bedeutung des Mütterlichen und Väterlichen, sind nur einige Themen, die nicht nur entwicklungspsychologisch Auswirkungen auf den Menschen (ADHS, Autismus, Ängste, Zwänge, usw.) haben, sondern auch die heutigen Erziehungsstile (Helikopter-Eltern, Rasenmäher-Eltern, Beste-Freunde-Eltern, usw.) massiv beeinflussen. Im Rahmen dieses Lehrgangs werden diese Veränderungen herausgearbeitet und diskutiert. Infolge soll es den TeinehmerInnen möglich sein das Erlernte auf für Kinder und Eltern hilfreiche Methoden und Interventionsformen zu übertragen.

Im Rahmen dieses Lehrgangs wird besonders Wert daraufgelegt, dass die vermittelten theoretischen und praktischen Inhalte, aber auch die Selbsterfahrungselemente in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und infolge sowohl im beruflichen, wie aber auch im persönlichen Bereich genutzt werden können. Bitte beachten Sie die Anrechnungsmöglichkeiten hinsichtlich anderer Lehrgänge beziehungsweise kontaktieren Sie uns diesbezüglich!

      
ModulLehrveranstaltung LV-TypAn-/ZurechnungECTSAE/Std.
2.4 Beratung während Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft (Vertiefung: Abgrenzung zur Medizin), Grundlagen der Bindungstheorie Diplomlehrgang 1 (M 2.4)

Diplomlehrgang 2 (M 2.4 )
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3.6Die Bindungstheorie in ihrer methodischen Anwendung Diplomlehrgang 1 (M 3.6)

Diplomlehrgang 2 (M 3.6)
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3.8Erziehung im Wandel der Zeit – Was brauchen Kinder von ihren Eltern und was brauchen Eltern in der BeratungDiplomlehrgang 1 (M 3.8)

Diplomlehrgang 2 (M 3.8)
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