Dieser Intensiv Diplom-Lehrgang richtet sich an Personen, die in psycho-sozialen Bereichen tätig sind, beziehungsweise an Menschen, die ein generelles Interesse an theoretischen und praktischen Konzepten hinsichtlich der Bedeutung des Individuums im Kontext familiärer und beziehungsintensiver Systeme haben.

Inhalt und Ziel des Intensiv-Lehrgangs: Beziehungsrekonstruktion (nach Bliem) ist ein Verfahren das sich in Anlehnung an tiefenpsychologischen, system-, transaktions- und entwicklungs-orientierten Konzepten (z.B. Jacob Levy Moreno, Eric Berne, Virginia Satir) als Methode zur Sichtbarmachung latenter Beziehungskonflikte entwickelt wurde. Diese dient lediglich des Transparentmachens dieser Konflikte und bietet somit die Möglichkeiten des rationellen Verstehens dieser. Keinesfalls liegt die Intension dieser Methode in einer psycho-emotionaler Heilung, wie dies beispielsweise die Absicht von psychotherapeutischen Verfahren ist. Techniken wie Rollenspiele oder Aufstellungsarbeiten werden dazu verwendet, um Beziehungskonflikte auf systemischer und auf der individuellen Ebene sichtbar zu machen. Die Lösung dieser Konflikte ist hierbei, ebenso wie das Beziehungsgeschehen zwischen dem Moderator und den TeilnehmerInnen von sekundärer Bedeutung. Eine Heilung (einer Krankheit/Störung) beziehungsweise eine auf psychotherapeutische Beziehung beruhende Lösung von Problemen ist von der Methode der Beziehungsrekonstruktion klar abzugrenzen. Beziehungsrekonstruktion, welche in diesem Konzept primär auf der Rationalität, also dem vernunftgeleiteten Denken und Handeln, basiert soll dem Menschen die Möglichkeit neuer Sichtweisen und Blickwinkel eigener Konflikte bieten. Sollte sich im Rahmen dieser Prozesse die Sinnhaftigkeit beziehungsweise der Wunsch nach einer weiterführenden therapeutischen oder beraterischen Auseinandersetzung eines TeilnehmerIn ergeben, ist dies nicht mehr Teil der Beziehungsrekonstruktion und muss ausgelagert werden.

Im Rahmen dieses Lehrgangs werden sowohl die Theorie wie auch die Methode erlernt und diskutiert. Infolge soll es den Lehrgangs-TeilnehmerInnen möglich sein die erlernten Interventionsformen im Sinne eines begleitenden Moderators auf Beziehungssysteme übertragen und anwenden zu können. Beziehungsrekonstruktionen werden sowohl im Einzelsetting, wie aber auch in Gruppen angeboten. Je nach Bedürfnis und Beschreibung der Ausgangssituation (Paarthematik, Teamkonflikte, Familienthematiken, Generationenkonflikte, usw.) der Beziehungsrekonstruktions-Teilnehmer kann der Moderator eine Vielfalt von Techniken und Hilfsmittel (Triadisches Fragen, Reframing, Aufstellungsmethoden, Soziogramm, Metaphernarbeit, Arbeit mit und an Glaubenssätze, Rollenspiele, uvm.) anbieten.

Im Rahmen dieses Lehrgangs wird besonders Wert daraufgelegt, dass die vermittelten theoretischen und praktischen Inhalte, aber auch die Selbsterfahrungselemente in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und infolge sowohl im beruflichen, wie aber auch im persönlichen Bereich genutzt werden können.

Bitte beachten Sie die Anrechnungsmöglichkeiten hinsichtlich anderer Lehrgänge beziehungsweise kontaktieren Sie uns diesbezüglich!

      
ModulLehrveranstaltung LV-TypAn-/ZurechnungECTSAE/Std.
4.12BeziehungsrekonstruktionDiplomlehrgang 1 (M 4.12)

Diplomlehrgang 2 (M 4.12)
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